Istria, Terra Magica – magisches Land – und das zu Recht! Vielfältige Schönheit: pittoreske Landschaft, reiche Geschichte und unschätzbares Kulturerbe, reich an Legenden, glasklares Meer und schöne Strände, vorzügliche gastronomische Köstlichkeiten und überaus gastfreundliche Menschen. In Istrien verbirgt sich noch eine andere, eine mystische und vor den Blicken verborgene Welt. Dort schuf die Natur in Laufe von Millionen von Jahren ganz in der Stille und fernab von den Menschen die unglaublichsten Formen von „Städten“ unter der Erde und unter dem Meer.

Die für den größten Teil Istriens so typische Karstlandschaft – denn 70 % der Halbinsel liegen auf einer Kalksteinunterlage – veränderte im Zusammenspiel von Zeit und Wasser ihre Form und schuf wahrhaftige Unterseereiche. Hier findet Ihr eine Liste der schönsten Höhlen und Grotten von Istrien, einige davon könnt Ihr mit Jistra Adventures besuchen und so Istrien aus einer ganz anderen Perspektive erleben.

Grotte Baredine

Die Grotte liegt unweit von Poreč und nur 5 km von der Adriaküste entfernt. Es ist die weitaus bekannteste Grotte und hat die meisten Besucher der istrischen Halbinsel zu verbuchen. Die Baredine ist ein ausgezeichneter Startpunkt für Eure Höhlenabenteuer in Istrien. Ihr Name kommt von dem Terrain, auf dem sie sich befindet – „baredina“ hat im istrischen Dialekt die Bedeutung von „verlassenes Grundstück“. Entdeckt wurde sie, wie viele andere auch, ganz zufällig. Für die Öffentlichkeit zugänglich ist sie seit dem Jahr 1995. Diese unglaubliche geomorphologische Erscheinung erstreckt sich auf einer Länge von 300 Metern und führt Euch tief in das Grotteninnere bis zum untererdigen See, der eine Tiefe von 60 m aufweist. Neben den wunderbaren, von der Natur über Jahrhunderte hindurch gemeißelten Skulpturen, könnt Ihr in der Grotte Baredine auch ein endemisches Tierchen bewundern, das nur in diesem Karstgebiet vorzufinden ist – das Menschenfischlein. Bei angenehm kühlen 14 Grad bekommt Ihr eine 40-minütige professionelle Führung durch die Grotte, in der Ihr erfahren werdet, wie die Natur diese phantastische untererdige Welt geformt hat.

Auf dem Areal der Grotte werden darüber hinaus landwirtschaftliche Produkte wie istrische Olivenöle und viele andere autochthone Speisen angeboten. In diesem Ambiente bei Livemusik bekommt man eine Präsentation vom Leben eines istrischen Bauern geboten.

Feštini Königreich

Diese authentische istrische Schönheit befindet sich im Herzen Istriens, unweit von Žminj und ist ein ganz besonderer Juwel. Der Name kommt von der Ortschaft, in der sie gelegen ist – Feštini. Den Zusatz Königreich bekam sie von den dortigen Kindern. Wenn diese von ihren Eltern gefragt wurden, wo sie gespielt hätten, antworteten sie „im Königreich“! So bekam die Höhle den Namen Feštini Königreich. Entdeckt wurde sie bereits im Jahr 1940 während die Bauern ihren landwirtschaftlichen Arbeiten und dem Weinanbau nachgingen, doch wurde sie nach dem 2. Weltkrieg zugeschüttet. In den 1980er Jahren hat man sie wieder freigegraben, allerdings kam es dabei auch zu Verwüstungen und sogar Plünderungen, denn gewissenlose Besucher hauten Steinstücke aus den Wänden und nahmen sie als Souvenirs mit.

Heute ist diese Höhle ein wahres untererdiges Königreich, das für Besucher zugänglich gemacht wurde. Es gibt um die 100 m angelegte Fußgängerpfade und unglaubliche von der Natur geprägte Ausformungen wie Fledermausflügel, Babylonische Türme, Zauberhüte und viele andere Höhlenverzierungen.

Von Žminj zur Höhle führt ein guter und verständlich markierter Weg in Richtung Feštini. Alle Infos zu Tickets und Rundgang findet Ihr hier.

Höhle Mramornica

Obgleich diese Perle der Natur bereits 1771 in dem Reisebericht von Alberto Fortis erwähnt wird, gelang es den Einheimischen, sie lange Zeit als ihr eigenes Geheimnis zu hüten. In der Nähe von Brtonigla gelegen, gehört sie heute zum Privatbesitz der Familie Sterle, die auch die Konzession für Besuch, Rundgang und das Anbieten von typischen istrischen gastronomischen Produkten aus Eigenanbau besitzt.

Die Höhle gehört zu den bekanntesten in Kroatien. In ihrem Inneren schafft die Natur auch heute noch neue Dekorationen kreiert. Ihren Namen bekam sie wegen ihrer außerordentlichen Farbe, der Farbe von Marmor. Sie besteht aus einem großen Raum, dem größten und schönsten istrischen untererdigen Gelände mit einer Länge von 93 m und einer Breite von 51 m.

Neben den atemberaubenden Steinverzierungen befindet sich im Höhleninneren ein Hügel, der möglicherweise ein wenig verwirren kann. Dort befinden nämlich sich sehr wertvolle Artefakte – prähistorische Gräber. Höhlenforschungen haben herausgefunden, dass früher genau an dieser Stelle Menschen bestattet wurden. Jedoch sind die Taten menschlicher Hand auch an weniger schönen Stellen sichtbar, dort, wo nämlich jahrhundertealte Dekorationen vernichtet wurden. So ist leider einer der eindrucksvollsten Stalagmiten fast völlig beschädigt. Und das aus einem ganz und gar bizarren Grund: die Menschen sprachen dem darin fließenden Wasser heilende Eigenschaften zu.

Grotte von Pazin

Als einst der längste Karstfluss Istriens seinen Weg bis zum Raša-Tal fand, entblößte sich die ganze Macht der Natur auf äußerst bildhafte Weise. Das Flusswasser schuf auf seinem Weg die großartige Grotte von Pazin. Heute ist sie Anziehungspunkt für Liebhaber von Sommer-Aktivitäten mit Adrenalin-Kick.

Da Istrien das Land der Legenden ist, gibt es auch eine zu der Entstehung der Grotte.

„In der Vorzeit, als in Istrien neben den Menschen auch Riesen lebten, erstreckten sich über den Norden Istriens riesige Seenplatten und Sumpfgebiete. Im Süden gab es indes weder Bäche noch Quellen, so dass die Menschen den Riesen Ban Dragonja baten, ihnen bei der Landbewässerung behilflich zu sein. Dragonja entsprach dem Wunsch und spannte riesige Ochsen zum Pflug und pflügte vom See in Richtung Meer. Als er mit der ersten Furche das Wasser bis zum Meer geführt hatte, entstand ein Fluss, dem der Riese seinen eigenen Namen gab, Dragonja. Am nächsten Tag pflügte er die zweite Furche und schaffte so einen neuen Fluss und gab diesem den Namen seiner Frau – Mirna. Als er die dritte Furche pflügend bis zu den Mauern der Burg von Pazin gelangte, schickte sich die Frau des Kapitäns von Pazin an, ihn vom Fenster aus zu necken. Sie spottete, er würde zu flach pflügen und seine Furche sei zu schief geraten. Ban Dragonja zeigte sich betroffen und jagte seine Ochsen zurück. Durch die unvollendete Furche sickerte das Wasser hindurch und begann das Becken von Pazin zu durchfluten. Die Menschen von Pazin klagten, jammerten und baten Dragonja, sie vor dem Untergang zu bewahren. Ban Dragonja zeigte sich gnädig, stieß mit dem Fuß in die Erde, genau unter der Felswand, von der sich die Burg emporhob. Es gab einen derartigen Stoß, dass die Erde erbebte und zerbröckelte, vom Stoß öffnete sich eine riesige Grotte, die all die Wassermassen schluckte. So entstand anstatt eines dritten Flusses das kurvenreiche Flüsschen Pazinčica, dessen Wasser sich auch heute noch in der schroffen Grotte von Pazin verliert.

Weitere Infos zu diesem geomorphologischen Phänomen sowie zu Aktivitäten im Freien, findet Ihr hier.

Bucht von Lim: Die Höhle des Romualdo und die Piratenhöhle

Entlang der Mitte der westistrischen Küste erstreckt sich die Bucht von Lim, ein Naturreservat und die natürliche Grenze zwischen dem Norden und Süden Istriens. Die 11 km lange, von steilen Bergen umsäumte Bucht birgt zahlreiche Naturphänomene wie beispielsweise zwei sehr interessante Höhlen, die des Romualdo und die Piratenhöhle.

Die Höhle des Romualdo bekam ihren Namen nach dem heiligen Romualdo, einem Einsiedler, der hier lebte. Über die Jahrhunderte hindurch war dieser Ort für viele Gläubige ein Wallfahrtsort. An dem Gedenktag des Heiligen, dem 19. Juni, pilgerte man in der Prozession bis zum Höhleneingang. In der Höhle wurden Überreste des Höhlenbären, Löwen, Leoparden, Wolfs, Fuchses, Braunbärs, der Höhlenhyäne, des Schneehasen, Bibers, Wildpferdes, Hirschs, Rehs und sogar von 41 Vogelarten gefunden. Neben den Überresten ausgestorbener Tiere aus der Eiszeit fand man in den Sedimenten der Höhle Beweise dafür, dass hier auch Urmenschen ihren Lebensraum hatten. Vor kurzem entdeckte man in der Höhle altsteinzeitliche, über 30.000 alte Höhlenmalereien, die zu den ersten dieser Art in Kroatien gehören. Die Bilder sind gut erhaltene prähistorischen Kunstwerke mit Darstellungen von Bisons, Gemsen und menschlichen Figuren, ähnlich der in der berühmten Höhle von Altamira.

Nach diesen wertvollen Funden werden in der Höhle weitere archäologische Forschungen betrieben, so dass sie derzeit für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Jedoch kann man auf einem angenehmen Pfand von der Bucht von Lim ausgehend bis zum Höhleneingang spazieren gehen.

An der nördlichen Seite der Bucht von Lim befindet sich eine weitere großartige Höhle, die etwas schwieriger zugänglich ist, aber eine Unternehmung wert ist. Sie wird aufgrund einer Legende als Piratenhöhle bezeichnet. Es geht um den herzlosen und unbarmherzigen Seefahrer, Henry Morgan, dessen gefährliches und stürmisches Leben ihn sogar bis zur Küste von Lim geführt hat, wo er, so die Legende, auch seinen Schatz vergraben hat, den bis zum heutigen Tage niemand finden konnte. Die Legende erregte noch mehr Aufsehen, als die Bewohner des Örtchens Mrgani erfuhren, dass ihr Ort in der Vergangenheit den Namen Morgani trug und darin ein ganzes Geschlecht der Morgans gelebt hatte.

Zur Höhle gelangt man am besten mit dem Boot über das Meer. Für diejenigen, die den verborgenen Schatz finden wollen, gibt es einen Waldweg vom Ort Kloštar bis zu einer Grotte, die heute in eine charmante Bar mit einem einmaligen Blick auf die Bucht umgewandelt wurde.

Möwenfelsen

Vergessen wir nicht das Meer! Wie das Festland, so ist auch die Küste Istriens reich an unglaublichen Höhlen, die mehr oder weniger bekannt sind. Einige solcher unglaublichen Höhlen in Pula befinden sich auf den Möwenfelsen, ganz in der Nähe der Stadt.

Diese natürliche Felsansammlung, von welcher die Bucht umrahmt wird, liegt ganze zehn Gehminuten über einen kurzen Waldweg vom Zentrum Pulas entfernt, ganz in der Nähe der ehemaligen Kaserne.

Für die einen sind es Möwenfelsen, für die anderen Taubenfelsen. Den Namen bekamen sie nach den zahlreichen Kolonien von Möwen und Tauben, die sie bewohnen.

An den Felsspitzen sind ruhige Pinienwälder, ideal für alle, die schattige Strandplätze lieben. Nur einige Meter vom Wald entfernt beginnen die Felsen, über die man sehr leicht zum Meer gelangt. Alle Mutigen unter Euch, die Adrenalin-Kicks lieben: Ihr könnt diese wunderschönen weißen Felsen als Sprungbrett in das kristallklare Meer nutzen, aber auch als Eingangstor zu einigen herrlichen Höhlen, in denen Ihr tauchen und Kayakfahren und so Euren Höhlenabenteuern in Pula den Auftakt geben könnt.

Große Kolombarica

Eine der schönsten Meereshöhlen in Istrien ist die Große Kolombarica, sie liegt an der Spitze des Kap Kamenjak. Die beste Form, die Höhle zu erkunden, bieten die phantastischen JIstra Adventures Touren. Ein absolut besonderes Erlebnis für Euren Sommer in Pula! Neben dem Schwimmen im wunderbaren Meer oder mutigen Sprüngen von den steilen Felswänden werdet Ihr die Möglichkeit haben, in das satte Blau der Höhle zu tauchen und die Höhlenwelt zu bestaunen, die absolut ideal ist für das Unterwasserfotografieren. Mit ein wenig Glück trefft Ihr auch auf die mediterrane Bärin, denn die Einheimischen sagen, sie sei in ihr natürliches Habitat zurückgekehrt.

Neben der Großen befindet sich hier auch die Kleine Kolombarica. In der Nähe findet Ihr auch die kultige Safari-Bar, wo Ihr Euch erfrischen und von der Aussichtsplattform den Blick genießen könnt auf das weite Blau des Meeres, die Insel Fenoliga und den Leuchtturm Porer.

Höhle Fraterinsel

Nur wenige Leute wissen, dass die Fraterinsel eine weitere wunderschöne Meereshöhle beherbergt. Sie liegt in der gleichnamigen Bucht südlich von Pula und ist ein beliebter Wochenendausflugsort für die Bewohner von Pula. Ursprünglich hieß die Insel Veruda, der heutige Name ist den Franziskanern-Observanten zu verdanken, die hier bis zur Beginn der Napoleonischen Herrschaft in Istrien lebten. Die Franzosen schlossen das Kloster und die Insel bekam den Namen Fraterinsel.

Da Insel ein Eldorado für Taucher beliebt ist, werden hier auch Tauchkurse angeboten. An der südlichen Seite der Insel, zwischen den Felsen und den Millionenfelsbrüchen, liegt in einer Tiefe von 16 Metern auch die kleine Höhle, die den Lebensraum der großen Rohrschwingel bietet. Was diese Höhle von den anderen unterscheidet, ist der ausgesprochene Reichtum an Meeresflora und -fauna mit einer Vielzahl von Fischen, Krebsen, Sternen und sogar Seepferdchen. 

Für welches Abenteuer Ihr Euch auch entscheidet, für die an Land oder auf dem Meer, wir helfen Euch gerne, damit Ihr die allerschönsten Erinnerungen aus dieser atemberaubenden Höhlenwelt mitnehmen könnt. Wenn Ihr Kontakt mit uns aufnehmen möchtet,  hier bekommt Ihr alle Infos. Wir kümmern uns darum, dass Ihr Istrien ganz anders erleben und wahrhaftig in seine mystischen Tiefen eintauchen könnt.